Rumaenienburgen



Von Schlössern, Schluchten und schlechten Straßen - 2600 Km quer durch Rumänien
~ Tagebuch meiner 5. Rumänienreise; 01. - 11. August 2007 ~


 

1. Tag
 

Wie immer packte ich meine zwei völlig überladenen Reisetaschen erst auf den letzten Drücker und nach nur ein paar Stunden Schlaf klingelte um 6.00 Uhr der Wecker. Mit dem Taxi fuhren Alex, den ich bisher nur übers Internet kannte und der bereits am Abend zuvor zu mir kam, und ich zum Bahnhof. In Mainz hatten wir nur drei Minuten zum Umsteigen und mussten dort dank Bauarbeiten auch noch über "Endlostreppen" das Gleis wechseln. Schon jetzt waren mir meine Taschen viel zu schwer und ich schnaufte vor mich hin. Wie ich mit dieser nicht vorhandenen Kondition die diesjährige Tour schaffen sollte, war mir ein Rätsel. Glücklicherweise hatte unser Anschlusszug Verspätung, sonst wäre er uns wahrscheinlich vor der Nase weggefahren.

In Frankfurt am Check-in angekommen, schien die leicht verwirrt wirkende Frau am Schalter offensichtlich gänzlich mit einem neuen Computerprogramm überfordert. Als sie dann noch von einer Kollegin abgelenkt wurde, ließ sie kurzerhand alles stehen und liegen; offiziell, um an anderer Stelle um Hilfe zu bitten - ich hatte jedoch eher den Eindruck, sie wollte vorrangig der Situation entfliehen. Nach ihrer Rückkehr begann das gesamte Prozedere von vorne, bis meine Taschen (mit 7 Kg Übergepäck) endlich auf dem Weg zum Flieger waren. O.K., wie immer hätte es die Hälfte an Kosmetik wohl auch getan, aber wie manch einer mit ein paar Kg Urlaubsgepäck auskommt, bleibt mir dennoch ein Rätsel. Dabei habe ich doch immer nuuur das Nötigste dabei ;-)

Nach einem vegetarischen Sandwich zum Frühstück (welches nahezu ungenießbar zur Hälfte mit bitterem Rucolasalat belegt war) durchwanderten wir unzählige Sicherheitskontrollen, bis wir endlich im Flieger nach Bukarest saßen. Ich fragte mich auf dem Weg dort hin, wie oft sie meine Sachen eigentlich noch durchleuchten wollen? Irgendwann beginnt der erste Check wahrscheinlich bereits beim Verlassen der eigenen Haustür.
Da ich aufgrund der letztjährigen Erfahrungen der Aussage, dass unsere Koffer ganz sicher automatisch in den Anschlussflieger umgeladen würden, wenig Glauben schenkte, wartete ich in Bukarest erst mal am Gepäckband, bis restlos alle Gepäckstücke durchgelaufen waren. Dieses Jahr hat es (erstmals) tatsächlich reibungslos geklappt; wobei ich bis zur endgültigen Sicherheit doch etwas Bedenken hatte, ob unsere Taschen diesmal zur Abwechslung nicht einfach nach Sibirien verfrachtet würden.

Nach Geldwechsel und Weiterflug holte uns mein Bekannter Attila um 18.30 Uhr am Flughafen in Cluj (Klausenburg) ab. Wir fuhren ins Gothic-Cafe "Umbra de Noapte" (Anm.: inzwischen leider geschlossen), wo ich nach der Begrüßung von Miri, mit der Attila das Cafe leitet, den Urlaubsbeginn erst mal mit drei Cocktails begoss. Am späten Abend fuhr uns Attila schließlich zu seiner Schwester, bei der wir uns für die nächsten Tage einquartierten.


Mond über Cluj (Klausenburg)

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